Donnerstag, 28. Juni 2012

Demenz , Alzheimer

Ich hatte vorher nicht viel von dieser Krankheit gehört, natürlich hatte man ab und an mal irgendwo diesen Begriff aufgefangen, aber darüber nachgedacht, nein das habe ich nie. Bis heute, heute weiß ich das diese Krankheit leben zerstört, manchmal langsam und manchmal in einer Geschwindigkeit die wir Menschen nicht ertragen. 

Vor einem Jahr hat es angefangen eigentlich war meine Oma fit, wie eine Oma nunmal fit ist. Aber dann, dann veränderte sich alles, ihre Schritte wurden kleiner, ihre Empfindungen wurden stärker und ich weiß nicht ob ich sagen kann, wie oft sie geweint hat. Wenn du nachts aufwachst und den Lichtschalter nicht findest und dich fragst wo du bist, beginnt nicht allein da schon der Horror? 

Auf einmal waren alle eingespannt, von Arzt zu Arzt...von Altersheim zu Altersheim und alles was wir uns fragten war: "Wäre es besser, wenn das Leiden aufhören würde?". Sie zu sehen, wie dünn sie geworden ist, wie schwach, wie lange wird sie noch wissen wer wir sind? Wird sie sich irgendwann noch an das alte Haus erinnern, wo ich das Schaukeln zu einem Freiheitsgefühl entdeckte..Wird sie irgendwann überhaupt noch wissen, wie man atmet..Wir hoffen, dass sie bald fertig sind mit der Entscheidung welche Pflegestufe sie kriegt und wir hoffen, dass irgendwie noch alles gut wird.. Wir sind auf jeden fall auf der Suche nach einer Lösung, aber ob es wirklich eine Lösung gibt, dass weiß ich nicht..

Früher hat sie mir immer Gummibärchen mitgebracht und gesagt, pass auf das deine Mutter die nicht sieht,  einfach aus dem Grund, weil ich immer Bauchschmerzen von Gummibärchen gekriegt habe, aber ich habe sie genauso geliebt, wisst ihr das sind Dinge, die werde ich niemals vergessen und wenn sie stirbt, wird auch ein Teil von mir sterben, den sie ist und bleibt eine Frau die mein Leben geprägt hat, wie eine Oma eben das Leben ihrer Enkeltochter prägt.

Oma, ich liebe dich!

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